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Alte Postkarten

Schmalensee in alten Postkarten - Scrollen Sie sich bitte durch 125 Jahre Schmalensee auf alten Ansichtskarten in folgender Reihenfolge oder schauen Sie die Fotogalerie:

1899 Vierbild Schmalensee Rückseite 1900 Dreibild 1900 Vierbild Schmalensee 1900 Bornhöved 1904 Vierbild 1905 Fischerkate Schmalensee 1906 Schloss Perdoel 1906 und 1907 Dorfstraße Schmalensee Rückseite 1907 Marktplatz Bornhöved 1909 Dorfpartie Schmalensee 1910 Dreibild Belau 1910 Zimmerei Christian Stölting Schmalensee 1910 Hökerei Christian Stegelmann Schmalensee Rückseite 1912 Schule Belau 1924 Schulfoto Schmalensee 1925 Klassenfoto Schmalensee 1925 Mehrbild Schmalensee 1925 Grundstück Hans Suhr Belauer Weg 1926 Pension Stegelmann “Waldhalle”  Rückseite 1928 Belauer Schloss 1928 Bootsfahrt auf dem Schmalensee 1928 Gasthof Voß 1929 Pension Hansen Belau 1930 Schmalensee Belauer Weg R 1930 Vierbild mit dem Gemischtwarenladen Bollbuk, vormals Christian Stegelmann 1931 Bad im Schmalensee Belauer Weg Rückseite 1931 Gasthof Voß 1931 Partie am Schmalensee 1932 Fischerhütte auf der Klus am Schmalensee Rückseite 1933 Pension Saggau Schmalensee 1935 Gasthof Voß 1935 Am Schmalensee 1938 Partie am Schmalensee Rückseite 1938 Belauer Weg Grundstück Hans Wehling 1942 Gruß aus der dunklen Zeit in Schmalensee Rückseite 1942 Belau Dorfstraße 1945 Dreibild 1950 04 Belauer Straße 1950 Schmalensee 1950 Schmalensee 2 1950 Grundstücke Stegelmann Wehling 1953 Belauer Schloss am See 1958 Mütterheim Schmalensee 1959 Chaussee von Bornhöved nach Schmalensee 1960 Badestelle und Gasthof Voß 1960 Grundstück Kröger in der Belauer Straße 1961 Mütterheim  R  1961 Mütterheim 1965 Gasthof Voß 1966 Belau Schmalensee ein Neubaugebiet Rückseite 1967 Mütterheim 1969 Das Mütterheim 1970 Mütterheim Rückseite 1971 Mütterheim 1972 Mütterheim  1973 Mehrbild Grundstücke Bucksch Kreikenbohm Mütterheim 1973 Mütterheim

1892 Der Höker Nikolaus Stegelmann, mein Urgroßonkel, betrieb einen Kolonialwarenhandel auf dem heutigen Grundstück des Bootsstegbauers am Anfang der Belauer Straße ( Quelle: Gemeinde-Schmalensee.de )

1892 Der Höker Nikolaus Stegelmann, mein Urgroßonkel, betrieb einen Kolonialwarenhandel auf dem heutigen Grundstück des Bootsstegbauers am Anfang der Belauer Straße ( Quelle: Gemeinde-Schmalensee.de )

1899 Vierbild Schmalensee Text: 19.11.1899 Liebe Maria! Teile Dir mit, daß Ich hier gut  angekommen bin, Ich .... wollen wir noch ... Dienstag Nachmittag mit den 1/2 5 Zügen kommen ... Herzlichen Gruß von G. S. und  seiner Mutter ...

1899 Vierbild Schmalensee Text: 19.11.1899 Liebe Maria! Teile Dir mit, daß Ich hier gut  angekommen bin, Ich .... wollen wir noch ... Dienstag Nachmittag mit den 1/2 5 Zügen kommen ... Herzlichen Gruß von G. S. und  seiner Mutter ...

1899 Vierbild Schmalensee

1899 Vierbild Schmalensee

1900 Dreibild Schmalensee

1900 Dreibild Schmalensee

1900 Bornhoved

1900 Bornhoved

1902 Adresse Dorfstraße, Schule, Gastwirtschaft von L

1902 Adresse Dorfstraße, Schule, Gastwirtschaft von L

1902 Postkarte aus Bornhoved

1902 Postkarte aus Bornhoved

1904

1904

1904 Rückseite

1904 Rückseite

Fischerkathe 1905

Fischerkathe 1905

Fischerkate vom Schmalensee im Freilichtmuseum Molfsee

Fischerkate vom Schmalensee im Freilichtmuseum Molfsee

1905 Partie am See Herrn Karl Lange  Kaköhl  Lütjenburg Die schönsten Grüße von hier sendet dir Anna Göttsche - Einzig schön ist es hier in Schmalensee. Hier herrscht ein ganz anderes Leben wie in Tungendorf. Wie geht es dir denn? Erwarte jetzt aber bald

1905 Partie am See Herrn Karl Lange  Kaköhl  Lütjenburg Die schönsten Grüße von hier sendet dir Anna Göttsche - Einzig schön ist es hier in Schmalensee. Hier herrscht ein ganz anderes Leben wie in Tungendorf. Wie geht es dir denn? Erwarte jetzt aber bald eine Verlobungsanzeige von … .Hoffentlich wirst du mich dann nicht vergessen. … bitte ruft bald mal…

1905 Rückseite Partie am See: „Einen schönsten Gruß von hier sendet dir Anna Göttsche.

1905 Rückseite Partie am See: „Einen schönsten Gruß von hier sendet dir Anna Göttsche.

1906 Schloss Perdoel  1192 erste urkundliche Erwähnung Perdoels durch Schack und Benedictus von Prodole 1551 Teilung in Perdoel und Depenau in einer Erbteilung 1551 Teilung in Perdoel und Depenau in einer Erbteilung 1652 erscheint Perdoel erstmalig auf ei

1906 Schloss Perdoel  1192 erste urkundliche Erwähnung Perdoels durch Schack und Benedictus von Prodole 1551 Teilung in Perdoel und Depenau in einer Erbteilung 1551 Teilung in Perdoel und Depenau in einer Erbteilung 1652 erscheint Perdoel erstmalig auf einer Landkarte (Dankwerth) 1719 Bau des Torhauses durch Maria Hedwig von Ahlefeldt   1800 Bau des größten Herrenhauses von Perdoel mit einem Ausmaß von 45 mal 45 Metern durch den Architekten C. F. Hansen mit 100 Zimmern, wobei es hieß, es spuke im 100-sten Zimmer, somit sprach man von 99 Zimmern im Volksmund 1854 brennt das Hansensche Herrenhaus ab 1898 Bau eines gründerzeitlichen Herrenhauses 1902 die Familie Hirschberg erwirbt das Gut Perdoel 1948 Ausbau eines ehemaligen Pferdestalles in ein reetgedecktes Anwesen für den Eigentümer Ludwig Hirschberg mit seiner Familie

1906 Schloss Perdoel Rückseite

1906 Schloss Perdoel Rückseite

1906 Dreibild Dorfstraße

1906 Dreibild Dorfstraße

1906 Rückseite

1906 Rückseite

1907 Schmalensee Text: Einzig schön ist es hier in Schmalensee...

1907 Schmalensee Text: Einzig schön ist es hier in Schmalensee...

1907 Schmalensee Rückseite

1907 Schmalensee Rückseite

1907 Marktplatz Bornhöved

1907 Marktplatz Bornhöved

1908 09 10 Schmalensee

1908 09 10 Schmalensee

1908 08 10 Schmalensee An Herrn W. Dohse

1908 08 10 Schmalensee An Herrn W. Dohse

1909 Dorfpartie Schmalensee

1909 Dorfpartie Schmalensee

1910 Ehepaar Hansen BelauerWeg 7 SchmalenseeDas Ehepaar Hansen mit Tochter Rosa 1910 vor ihrem Haus im Belauer Weg 7, es war das Haus des Malermeisters Johannes Hansen, der die Leiterwagen aus der  gegenüber liegenden Stellmacherei Suhr mit einem Anstrich

1910 vor ihrem Haus im Belauer Weg 7, es war das Haus des Malermeisters Johannes Hansen, der die Leiterwagen aus der  gegenüber liegenden Stellmacherei Suhr mit einem Anstrich versah.  Johannes Friedrich Hansen erbt die Kätnerstelle 1903 von seinem  Großvater.

1910 Dreibild Belau

1910 Dreibild Belau

1910 Zimmerei Christian Stölting

1910 Zimmerei Christian Stölting

1911 Hökerei Christian Stegelmann Christian Stegelmann, mein Großonkel (Jürgen Bucksch), übernahm 1906 die Hökerei von seinem Vater, Nicolaus Stegelmann. Dieser hatte die Hökerei 1867 mit seiner Frau Margarethe Catharina  Stegelmann begründet. Zunächst ha

1911 Hökerei Christian Stegelmann Christian Stegelmann, mein Großonkel (Jürgen Bucksch), übernahm 1906 die Hökerei von seinem Vater, Nicolaus Stegelmann. Dieser hatte die Hökerei 1867 mit seiner Frau Margarethe Catharina  Stegelmann begründet. Zunächst handelte  er mit landwirtschaftlichen Produkten und erweiterte diese später mit  Kolonialwaren. Die Hökerei stand als Kätnerstelle Nr. 22 (Dorfchronik) auf dem Seegrundstück an der Einfahrt zur heutigen  Belauer Straße.Sie wurde in den 1960er Jahren abgerissen. In den 1920er  Jahren erwarb er die Hufen 28 und 29 und eröffnete dort eine Pension, die er 1936 an Hans Wehling verkaufte, um auf der Hufe 29 eine neue Pension zu eröffnen.Das Bild zeigt ein Backsteingebäude mit Reetdach, typisch für ländliche Kaufmanns- und Krämerstellen um 1900,  ein Schild oder Schriftzug, der die Hökerei als Geschäft kennzeichnet. Zwei Personen vor dem Eingang: ein Erwachsener und ein Kind, eine offene Tür, die signalisiert: „Hier wird verkauft, hier ist Öffentlichkeit“ davor ein unbefestigter Boden, der zeigt, dass wir uns in einem Dorfkern oder an einer Durchgangsstraße befinden. Die Komposition ist frontal, klar, dokumentarisch — ein typisches Motiv früher Dorfpostkarten. 2. Die Hökerei als sozialer Ort. Eine Hökerei war mehr als ein Laden. Sie war Nahversorger, Kommunikationszentrum, Treffpunkt, Nachrichtenbörse, Ort des Tauschhandels und Verbindung zwischen Dorf und Außenwelt. Die Darstellung zeigt genau diese Funktion: Die offene Tür : Zugänglichkeit, die Personen davor : sozialer Kontakt, das Reetdach : Tradition und Beständigkeit, der Backstein : solide, bürgerliche Bauweise. Die Hökerei war ein Mittelpunkt des Dorflebens, bevor Supermärkte existierten. Die Hökerei ist ein Familienunternehmen, kein anonymer Handelsort. 4. Die Warenwelt: Auch wenn man keine Produkte sieht, ist klar, was eine Hökerei damals führte: Salz, Zucker, Mehl, Petroleum, Seife, Stoffe, Knöpfe, Nadeln, Tabak, Kaffee, Tee, kleine Haushaltswaren, Schreibwaren und Süßigkeiten für Kinder. Die Hökerei war ein Hybrid aus Tante-Emma-Laden, Drogerie, Kolonialwarenladen und Haushaltsgeschäft. Das Bild zeigt also indirekt die materielle Kultur eines Dorfes um 1900. 5. Die Architektur als Bedeutungsträger: Das Gebäude selbst erzählt eine Geschichte: Reetdach : traditionelle Bauweise, ländliche Identität, Backstein  Modernisierung, Stabilität, Wohlstand, Giebelseite zur Straße : Sichtbarkeit, Handel, Niedrige Traufe : menschlicher Maßstab, Nähe. Es ist ein Gebäude, das zwischen Tradition und Moderne steht — typisch für die Zeit um 1880–1920. 6. Gesamtdeutung (ikonologisch): Das obere Bild zeigt nicht nur ein Haus, sondern ein Weltverhältnis: Arbeit und Familie sind eins, Handel ist persönlich, nicht anonym, Dorfleben ist gemeinschaftlich, nicht individualisiert, Architektur ist Ausdruck von Identität, Öffentlichkeit entsteht im Kleinen, vor der Tür, im Gespräch. Die Hökerei ist ein Symbol für eine vormoderne, aber nicht rückständige Lebensform, in der Versorgung, Kommunikation und Gemeinschaft räumlich konzentriert waren. Der Vergleich zwischen der historischen Hökerei und heutigen Dorfstrukturen zeigt nicht nur Wandel, sondern auch Verlust, Transformation und neue Formen von Öffentlichkeit.  1. Die historische Hökerei: Ein soziales Multifunktionszentrum. Die Hökerei war viel mehr als ein Laden. Sie war Nahversorger, Kommunikationsort, Nachrichtenbörse, Treffpunkt, Mikro-Öffentlichkeit, Ort des Tauschhandels, Familienbetrieb und Verbindung zwischen Dorf und Außenwelt. Sie war ein sozialer Knotenpunkt, an dem sich Dorfleben verdichtete. Kernprinzip:  Öffentlichkeit entsteht durch Nähe, Wiederholung und persönliche Beziehungen. 2. Heutige Dorfstrukturen: Fragmentiert, mobil, entlokalisiert. Heute existiert die klassische Hökerei kaum noch. Stattdessen: A. Versorgung: Supermärkte in der nächsten Kleinstadt, Onlinehandel, Tankstellen als Ersatz-Nahversorger, mobile Verkaufswagen (Bäcker, Schlachter). Folge:  Versorgung ist effizienter, aber nicht mehr sozial eingebettet. B. Kommunikation: WhatsApp-Gruppen, Facebook-Ortsgruppen, digitale Schwarze Bretter, Vereins-Newsletter, Folge: Kommunikation ist schneller, aber körperlos.C. Treffpunkte: Sportvereine, Feuerwehr, Dorfgemeinschaftshäuser, Spielplätze und Cafés (selten).

Kate von Kröger Belauer Weg 8

Kate von Kröger Belauer Weg 8

Belauer Weg 8

Belauer Weg 8

Kate von Hans und Elisabeth Sievers Belauer Weg 5, meinen Großeltern.

Kate von Hans und Elisabeth Sievers Belauer Weg 5, meinen Großeltern.

1911

1911

1911

1911

1911 Schmalensee Rückseite

1911 Schmalensee Rückseite

1912 Belau Schule

1912 Belau Schule

1915 Schmalensee Badende

1915 Schmalensee Badende

1923 Schmalensee Straßenszene

1923 Schmalensee Straßenszene

1923 Schmalensee Straßenszene Rückseite

1923 Schmalensee Straßenszene Rückseite

1924 Schulfoto Schmalensee: Das Bild zeigt eine größere Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die im Freien vor dem Schmalenseeer Schulgebäude posiert. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1924 und ist in einem warmen, leicht vergilbten Ton gehalten. Die Kind

1924 Schulfoto Schmalensee: Das Bild zeigt eine größere Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die im Freien vor dem Schmalenseeer Schulgebäude posiert. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1924 und ist in einem warmen, leicht vergilbten Ton gehalten. Die Kindergruppe: Die Kinder sind in mehreren Reihen angeordnet: vorne sitzen und liegen einige auf dem Boden, dahinter stehen weitere Kinder dicht gedrängt, ganz hinten stehen die ältesten oder größten.Die Altersmischung reicht von Kleinkindern bis zu etwa 12 jährigen. Die Kleidung ist schlicht, funktional und uneinheitlich: Mädchen tragen einfache Kleider oder Blusen, Jungen kurze Hosen, Hemden oder Trägerhemden. Viele Kinder schauen direkt in die Kamera, einige wirken abgelenkt oder neugierig. Die Szene hat etwas Uninszeniertes, obwohl es ein Gruppenfoto ist — typisch für Dorf- oder Schulaufnahmen jener Zeit. Die erwachsene Person: Eine einzelne erwachsene Person steht leicht seitlich in der Gruppe. Vermutlich handelt es sich um eine Lehrerin, Erzieherin oder Betreuerin. Ihre Kleidung ist dunkler und formeller als die der Kinder, was sie klar als Aufsichtsperson markiert. Der Hintergrund: Hinter der Gruppe steht ein Gebäude mit großen Fenstern, das Schulhaus. Die Fassade ist teilweise von Rankpflanzen (Efeu oder Wein) bedeckt. Der Boden wirkt wie Garten- oder Hofbereich, nicht wie eine Straße. Der Hintergrund vermittelt ein Gefühl von ländlicher Institution — ein Ort, an dem Kinder regelmäßig zusammenkommen. Atmosphäre: Das Bild strahlt: Gemeinschaft, Sommer, Schlichtheit, Alltagsnähe und und eine gewisse Zeitlosigkeit aus. Es wirkt wie ein Moment aus einer Dorfkindheit, festgehalten ohne große Inszenierung, aber mit viel Leben. Dieses Foto ist ein kleines Zeitfenster in die Alltagswelt der Kindheit im frühen 20. Jahrhundert. Es zeigt nicht nur Kinder, sondern ein ganzes soziales System, das sich in Kleidung, Körperhaltung, Gruppierung und Umgebung ausdrückt. 1. Kindheit als kollektives, nicht individuelles Phänomen: Die Kinder stehen dicht gedrängt, ohne individuelle Inszenierung. Das entspricht einem historischen Verständnis von Kindheit: Kindheit war Teil der Gemeinschaft, nicht ein individualisiertes Entwicklungsprojekt. Fotos dienten nicht der Selbstdarstellung, sondern der Dokumentation einer Gruppe (Schulklasse, Kinderheim, Ferienkolonie). Die Kinder wirken gleichrangig, ohne sichtbare soziale Differenzierung. Kindheit war sozial eingebettet, nicht privatistisch. 2. Die Rolle der Institution: Die erwachsene Person — vermutlich eine Lehrerin oder Betreuerin — markiert die institutionelle Rahmung der Schule. 3. Kleidung als sozialer Marker: Die Kleidung ist schlicht, funktional, nicht modisch, teilweise abgetragen und uneinheitlich. Das verweist auf ländliche oder kleinbürgerliche Verhältnisse, begrenzte materielle Ressourcen, eine Zeit, in der Kinderkleidung nicht modisch, sondern zweckorientiert war und häufige Weitergabe von Kleidung innerhalb der Familie. Die Kleidung zeigt eine ökonomisch bescheidene, aber stabile Lebenslage. 4. Der Körper als sozialer Ausdruck: Die Körperhaltungen sind locker, teilweise unruhig, manche Kinder sitzen oder liegen. Das zeigt keine strenge Disziplinierung, wie sie in wilhelminischen Schulklassen üblich war und eine entspannte, sommerliche Situation. Ein Verhältnis zwischen Kindern und Aufsichtsperson, das nicht autoritär, sondern eher alltagsnah wirkt. Das Foto stammt aus einer Phase, in der sich der Umgang mit Kindern entmilitarisierte und pädagogisierte. 5. Ländliche Sozialstruktur: Dorfmilieu: Altersmischung (typisch für kleine Schulen mit Kombiklassen), Kleidung ohne städtische Modeelemente, Gebäude mit Efeubewuchs und großem Gartenbereich und informelle Gruppierung. Das ist die ländliche Kindheit, wie sie bis in die 1950er Jahre typisch war: gemeinschaftlich, überschaubar, eingebettet in lokale Strukturen. 6. Fotografie als soziales Ritual: Das Gruppenfoto selbst ist ein sozialgeschichtliches Ereignis: Fotografen waren selten  Fotos wurden bewusst inszeniert, Gruppenfotos dienten der Dokumentation von Zugehörigkeit. Sie waren Ausdruck von Gemeinschaftsstolz. Sie wurden oft als Postkarten verschickt oder im Dorfarchiv aufbewahrt. Das Foto ist ein kollektives Gedächtnisbild, kein privates Erinnerungsstück. Gesamtdeutung:  Dieses Bild zeigt eine Kindheit, die gemeinschaftlich statt individualisiert war, institutionell gerahmt statt privat organisiert, ökonomisch bescheiden, aber sozial stabil war, ländlich und überschaubar strukturiert war und in einer Zeit entstand, in der sich Kindheit zwischen Tradition und Moderne bewegte. Es ist ein Dokument einer Welt, in der Kinder Teil eines sozialen Gefüges waren — nicht isolierte Individuen, sondern Mitglieder einer dörflichen, pädagogischen und familiären Gemeinschaft.

1925 Klassenfoto Schule Schmalensee

1925 Klassenfoto Schule Schmalensee

1925 Mehrbild Schmalensee

1925 Mehrbild Schmalensee

1925 - Badeleben in Schmalensee

1925 - Badeleben in Schmalensee

1925 - Badeleben in Schmalensee : Das Bild zeigt drei Personen in einem kleinen Ruderboot auf einem ruhigen Gewässer. Die Szene wirkt privat, sommerlich und sehr intim. Die Personen: Links sitzt ein erwachsener Mann, offenbar oberkörperfrei, entspannt, mi

1925 - Badeleben in Schmalensee : Das Bild zeigt drei Personen in einem kleinen Ruderboot auf einem ruhigen Gewässer. Die Szene wirkt privat, sommerlich und sehr intim. Die Personen: Links sitzt ein erwachsener Mann, offenbar oberkörperfrei, entspannt, mit leicht nach vorn geneigter Haltung. In der Mitte eine Frau oder ältere Jugendliche, mit heller Kleidung, ruhig sitzend. Rechts ein Kind, vermutlich ein Junge, mit ärmellosem Oberteil, aufmerksam nach vorn blickend. Alle drei halten oder berühren die Ruder, was darauf hindeutet, dass sie gemeinsam rudern oder gleich losfahren wollen. Das Boot: Ein kleines Holzruderboot, schlicht, funktional, typisch für Seen und Teiche im ländlichen Raum. Die Sitzbänke und Bordwände wirken handwerklich gefertigt, nicht industriell. Die Umgebung: Das Wasser ist glatt, fast spiegelnd. Am gegenüberliegenden Ufer steht ein dichter Baum- und Buschsaum, der sich im Wasser spiegelt. Die Vegetation wirkt naturnah, leicht verwildert, typisch für einen See oder breiten Dorfteich. Zeitliche Einordnung: Die Bildwirkung (Tonung, Kontrast, Kleidung, Bootstyp) deutet auf frühes bis mittleres 20. Jahrhundert. Atmosphäre: Das Bild strahlt: Sommer, Ruhe, Familiennähe, Ungezwungenheit und eine nostalgische Intimität aus. Es wirkt wie ein Moment, der ohne Pose. 1. Zeitliche Einordnung (ca. 1930). Kleidung: Der Mann links ist oberkörperfrei – das ist typisch für Freizeitfotos ab den 1930ern, als „Sommerfrische“ und Badekultur populär wurden. Die Frau in der Mitte trägt helle, einfache Sommerkleidung, ohne modische Details der 1960er oder 1970er. Das Kind trägt ein ärmelloses Unterhemd, wie es in den 1930er–1950ern üblich war (heute würde man ein T Shirt erwarten). Bootstyp: Das Ruderboot ist handwerklich gefertigt, ohne Metallbeschläge oder Kunststoffteile. 2. Soziale Einordnung der Situation: A. Freizeitkultur der „Sommerfrische“. Das Bild zeigt eine typische Szene der ländlichen Freizeitkultur: Familienausflug auf dem See, Ruderboot als Alltagsgegenstand, ungezwungene Kleidung, Nähe zur Natur. Das entspricht der Sommerfrische Kultur, die seit den 1920ern verbreitet war: Stadt- und Dorfbewohner verbrachten freie Tage am Wasser, ohne große Ausrüstung oder Sportmode. B. Sozialer Hintergrund. Die Kleidung ist einfach, praktisch, nicht modisch betont, nicht uniformiert, nicht wohlhabend, aber gepflegt. Das deutet auf bürgerliche oder ländliche Mittelschicht hin: Handwerkerfamilien, Angestellte, Landbewohner mit etwas Freizeit, keine Arbeiteruniformen, keine Sonntagskleidung. C. Familiäre Nähe: Die Körperhaltung zeigt Vertrautheit, gemeinsame Aktivität; keine Pose, keine Inszenierung. Das ist typisch für private Familienfotos, nicht für touristische Aufnahmen. 3. Kulturelle Bedeutung der Szene: Diese Art von Bild steht für Vorkriegsidylle. Die Idee, dass Freizeit einfach, naturverbunden und gemeinschaftlich ist. Eine Zeit, in der Wasser, Boot und Sommer erschwingliche Erholung bedeuteten. Ein Familienbild, das nicht repräsentieren will, sondern Alltag zeigt. Es ist ein Foto aus einer Welt, in der Freizeit nicht konsumorientiert, sondern situativ und improvisiert war. 4. Gesamtdeutung: Zeit: 1930 Milieu: Ländlich-bürgerliche Alltagskultur Situation: Ungezwungene Familienfreizeit auf dem Wasser Kleidung: Praktisch, schlicht, funktional, typisch für frühe bis mittlere 20. Jh.

1925 - Badeleben in Schmalensee

1925 - Badeleben in Schmalensee

1925 - Badeleben in Schmalensee

1925 - Badeleben in Schmalensee

1925 Suhr Belauer Weg Text: Familie Erich Schlesinger 24 Oldenburg/H Schulstraße 77 Einen lieben Gruß von mir sendet Euch lieben Gerd u. Agnes. Wir sind zu Fuß bis hier gegangen. Zurück fahren wir mit dem Bus haben herrliches Wetter ... Viele Grüße Eure K

1925 Suhr Belauer Weg Text: Familie Erich Schlesinger 24 Oldenburg/H Schulstraße 77 Einen lieben Gruß von mir sendet Euch lieben Gerd u. Agnes. Wir sind zu Fuß bis hier gegangen. Zurück fahren wir mit dem Bus haben herrliches Wetter ... Viele Grüße Eure Karin

1926 Pension Stegelmann Schmalensee Sommerfrische sendet W Loerk u Frau. Umstehend unser Haus mit dem See. Wunderschöne Gegend hier. Smeckt denn dee Cognac noch in Pieles Gen? Hier gifft dat wenig too drinken, wi müt en barg noholn. Mit Gruß W. Loerk u. F

1926 Pension Stegelmann Schmalensee Sommerfrische sendet W Loerk u Frau. Umstehend unser Haus mit dem See. Wunderschöne Gegend hier. Smeckt denn dee Cognac noch in Pieles Gen? Hier gifft dat wenig too drinken, wi müt en barg noholn. Mit Gruß W. Loerk u. Frau. Auf der Postkarte in der  Tür der Veranda steht Christine Stegelmann; Christian Stegelmann  befindet sich vor der Gartenpforte. Daneben stehen die jüdischen Sommergäste.

1926 Pension Stegelmann Schmalensee Rückseite

1926 Pension Stegelmann Schmalensee Rückseite

1928 Belauer Schloss

1928 Belauer Schloss

1928 Bootsfahrt auf dem_Schmalensee

1928 Bootsfahrt auf dem_Schmalensee

17 07 1928 Ansichtskarte Schmalensee Schleswig Holstein Waldhalle Pension Stegelmann

17 07 1928 Ansichtskarte Schmalensee Schleswig Holstein Waldhalle Pension Stegelmann

1928 Gasthof Voss

1928 Gasthof Voss

1929 Pension Hansen Belau

1929 Pension Hansen Belau

1930 Pension Stegelmann

1930 Pension Stegelmann

1930 Vierbild mit Genischtwarenladen Bollbuk, vormals Hökerei Christian Stegelmann

1930 Vierbild mit Genischtwarenladen Bollbuk, vormals Hökerei Christian Stegelmann

1930 Schmalensee Belauer Weg

1930 Schmalensee Belauer Weg

1930 Schmalensee Belauer Weg Rückseite

1930 Schmalensee Belauer Weg Rückseite

1931 Pension-Stegelmann

1931 Pension-Stegelmann

1931 Bad im Schmalensee Belauer Weg Text: Ihr Lieben! Aus meiner wunderschönen Sommerfrische sende ich Euch die herzlichen Grüße. Die Gegend ist sehr hübsch und das Baden ist noch besser. Herzliche Grüße Erna

1931 Bad im Schmalensee Belauer Weg Text: Ihr Lieben! Aus meiner wunderschönen Sommerfrische sende ich Euch die herzlichen Grüße. Die Gegend ist sehr hübsch und das Baden ist noch besser. Herzliche Grüße Erna

1931 Bad im Schmalensee Rückseite

1931 Bad im Schmalensee Rückseite

1931 Gasthof Voss

1931 Gasthof Voss

1931 Partie am Schmalensee

1931 Partie am Schmalensee

1932 Pension Stegelmann

1932 Pension Stegelmann

Pension Stegelmann Waldhalle

Pension Stegelmann Waldhalle

1932 Badespass Pension StegelmannDas Bild zeigt drei Sommergäste am Ufer des Schmalensees auf dem Grundstück Stegelmann, aufgenommen 1932. Die Szene wirkt ruhig, sommerlich und intim. Die Personen Zwei Frauen sitzen auf einem einfachen hölzernen Steg oder

1932 Badespass Pension Stegelmann: Das Bild zeigt drei Sommergäste am Ufer des Schmalensees auf dem Grundstück Stegelmann, aufgenommen 1932. Die Szene wirkt ruhig, sommerlich und intim. Die Personen Zwei Frauen sitzen auf einem einfachen hölzernen Steg oder einer Plattform direkt am Wasser. Beide tragen helle Bademäntel oder Überwürfe, die an klassische Badebekleidung der 1920er–1940er erinnern. Ihre Körperhaltung ist entspannt, fast beiläufig, als würden sie sich gerade ausruhen oder auf etwas warten. Eine dritte Person steht hinter ihnen, leicht erhöht. Sie trägt einen dunklen, einteiligen Badeanzug, wie er in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts typisch war. Die Haltung ist aufrecht, fast posierend, aber ohne Strenge — eher ein beiläufiges „Dabeistehen“. Die drei wirken wie eine kleine Gruppe, vielleicht Familie oder Freunde, die gemeinsam einen Sommertag am Wasser verbringen. Die Umgebung: Der Steg führt direkt in ein ruhiges Gewässer, dessen Oberfläche glatt und spiegelnd ist. Im Hintergrund sieht man eine bewaldete Uferlinie, dicht mit Bäumen bewachsen. Die Szene wirkt abgeschieden, fast privat — kein Strand, keine Infrastruktur, nur Natur. Atmosphäre: Das Bild strahlt sommerliche Ruhe, Intimität, Ungezwungenheit und eine nostalgische Leichtigkeit aus. Es wirkt wie ein Moment, der nicht inszeniert, sondern beiläufig eingefangen wurde — ein Stück privater Bade- und Freizeitkultur einer vergangenen Zeit. In dieser Zeit war es üblich, am Ufer nicht im Badeanzug zu sitzen, sondern sich zu bedecken. Das entsprach den Sittlichkeitsnormen der Zwischenkriegszeit. Frisuren und Körperhaltung: Schlicht, funktional, ohne modische Extravaganzen der 1950er oder 1960er. Keine Accessoires, keine Sonnenbrillen, keine modernen Strandutensilien. Das Foto passt exakt in die Ära der frühen Badekultur, als Seen und Flüsse zu populären Freizeitorten wurden, aber Kleidung noch stark reguliert war. 2. Soziale Einordnung: A. Milieu: Ländlich-bürgerliche Freizeitkultur: Die Kleidung ist einfach, funktional, nicht modisch und nicht teuer. Das deutet auf bürgerliche oder ländliche Mittelschicht hin: Handwerkerfamilien, Angestellte. Lehrer, Kaufleute, kleine Selbstständige, Dorf- oder Kleinstadtmilieu. Es ist keine Arbeiterkleidung, aber auch keine großbürgerliche Mode. B. Geschlechterrollen sichtbar: Der stehende Badeanzugträger wirkt selbstbewusst, fast posierend  typisch für männliche Badefotografie der Zeit. Die sitzenden Personen (vermutlich Frauen) sind bedeckt  Ausdruck der damaligen Sittlichkeitsnormen. C. Freizeit als sozialer Marker: In den 1920er–1930ern wurde Freizeit erstmals zu einem breiten gesellschaftlichen Phänomen: Baden als gesundheitsfördernd, Körperkulturbewegung, Natur als Erholungsraum, Seen als demokratischer Freizeitort. Das Foto zeigt genau diese neue „Volksfreizeit“, die nicht elitär, aber auch nicht proletarisch war.  3. Die Situation: Frühe Badekultur in der Natur. Die Szene zeigt keinen Strand, keine Infrastruktur, keine Badeanstalt, nur Natur, Steg, Wasser. Das ist typisch für Dorfseen, Badestellen ohne Aufsicht, Familienausflüge und Sommerfrische.

1932 Fischerhutte auf der Klus am Schmalensee Text: Schmalensee, d. 20.7.32 Lieber Herr Steinicke! "Wenn alle Brünnlein fliessen ---- ja, ja bestimmt und darum sitze ich gerade hier in dem großen Tanzsaal  und schreibe einige Grüsse. Aber trotzdem habe ic


1932 Fischerhütte auf der Klus am Schmalensee Text:
Schmalensee, d. 20.7.32
“Lieber Herr Steinicke! Wenn alle Brünnlein fliessen ---- ja, ja bestimmt und darum sitze ich gerade hier in dem großen Tanzsaal  und schreibe einige Grüsse. Aber trotzdem habe ich bis jetzt noch jeden Morgen um 6 1/2  Uhr ein Bad im See genommen. Die Verpflegung ist sehr gut und mein Appetit gleichfalls, hoffentlich kann ich noch bei K. M. noch durch die Tür kommen. Nun lieber Herr Steinicke grüßen Sie bitte alle von mir.”
 Beschreibung des Fotos: Fischerhütte auf der Klus bei Bornhöved:
 Das Bild zeigt eine kleine, rustikale Fischerhütte mit Reetdach, die unmittelbar am Ufer des Bornhöveder See bzw. des Schmalensees steht. Die gesamte Szene wirkt wie ein authentischer Einblick in das traditionelle Binnenfischerleben in der Holsteinischen Seenlandschaft. Die Hütte ist einfach gebaut, mit einem stark geneigten Reetdach, das bis tief an die Seiten herabreicht. Die Wände bestehen aus Holz oder Flechtwerk, typisch für provisorische oder saisonale Fischerunterkünfte. Die Hütte steht unter Bäumen, die Schatten spenden und den Ort wie eine kleine Lichtung wirken lassen. Der Fischer Christophersen und sein Netzarbeiter sitzen vor der Hütte: Beide Männer sind in eine Tätigkeit vertieft, wahrscheinlich Netze flicken, sortieren oder vorbereiten. Die Körperhaltung ist ruhig, konzentriert, handwerklich. Die Kleidung ist einfach, funktional, passend zur Arbeit am Wasser. Die Szene vermittelt Handwerk, Routine und Nähe zur Natur.Fischereigerät und Umgebung: Neben den Fischern liegen Netze, ein Holzfass und weitere Utensilien, die zur Binnenfischerei gehören. Der Boden ist unbefestigt, mit Gras und Erde — ein Arbeitsplatz im Freien. Im Hintergrund sieht man das ruhige Wasser, eine Ausbuchtung der Klus. Am Ufer wachsen Schilf und Uferpflanzen, die die natürliche, ungestörte Landschaft betonen. Atmosphäre: Die Szene wirkt still, handwerklich, erdig, authentisch und zeitlos.Sie zeigt eine Welt, in der Arbeit und Natur unmittelbar miteinander verbunden sind — ohne Maschinen, ohne Lärm, ohne moderne Infrastruktur. Diese Fischerhütte ist sozialgeschichtlich ein kleines Fenster in eine untergegangene Arbeits- und Lebenswelt der Holsteinischen Seenplatte. Sozialgeschichtliche Interpretation der Fischerhütte auf der Klus: Dieses Foto zeigt nicht einfach zwei Männer bei der Arbeit, sondern ein ganzes ökonomisches, soziales und kulturelles System, das im 20. Jahrhundert fast vollständig verschwunden ist: die Binnenfischerei als kleinteiliges, saisonales, halbselbstständiges Gewerbe. 1. Die Fischerhütte als Arbeitsort der „Nebenerwerbsfischer“. In der Bornhöveder Seenplatte waren die meisten Fischer keine Vollerwerbsfischer, sondern Bauern mit Nebenfischerei. Die Hütte ist dafür typisch: provisorisch, nicht massiv, nah am Wasser, um Netze zu trocknen und zu flicken, einfach, ohne Komfort, Werkstatt, Lager und Schutzraum zugleich. Sie steht für eine ökonomische Mischform, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert weit verbreitet war. 2. Arbeit als zyklischer Naturprozess: Die Männer sitzen im Schatten, flicken Netze, sortieren Material. Das zeigt eine Arbeitswelt, die saisonal war, wetterabhängig, körperlich, aber nicht hektisch und in den Tagesrhythmus der Natur eingebettet. Binnenfischerei war kein Industrieberuf, sondern ein Rhythmus aus Warten, Beobachten, Reparieren, Ausfahren. Arbeit war eingebettet, nicht entfremdet. 3. Armut und Würde: Die soziale Lage der Fischer: Die Kleidung ist einfach, die Hütte bescheiden.Das verweist auf eine soziale Gruppe, die arm, aber nicht elend war, selbstständig, aber nicht wohlhabend und stolz auf ihr Handwerk, aber ohne gesellschaftliches Prestige. Binnenfischer gehörten zu den unteren Mittelschichten oder arbeitenden Armen, je nach Region. Sie lebten in einer Welt, in der Arbeit Identität war, nicht Einkommen. 4. Die Hütte als sozialer Raum. Solche Hütten waren nicht nur Arbeitsorte, sondern Treffpunkte, Orte des Austauschs, Orte der Weitergabe von Wissen, Rückzugsorte und kleine „Männerwelten“ am Wasser. Hier wurde geredet, geschwiegen, gearbeitet, gewartet und gelernt. Die Hütte ist ein sozialer Mikrokosmos der ländlichen Männlichkeit. 5. Die Binnenfischerei als Teil der Dorfökonomie. Die Fischerhütte steht für ein komplementäres Wirtschaftssystem: Fisch als Ergänzung zur Landwirtschaft, Tauschhandel im Dorf, Versorgung der lokalen Gasthäuser und Nutzung natürlicher Ressourcen ohne Übernutzung. Es war eine subsistenznahe Ökonomie, die auf Nähe, Kenntnis des Gewässers, handwerklichem Können und generationsübergreifender Erfahrung  basierte. Die Hütte ist ein Symbol für eine ökologische und soziale Balance, die heute verloren ist. 6. Der Übergang zur Moderne. Dieses Bild zeigt eine Welt kurz vor ihrem Verschwinden: Motorisierung, Regulierung der Fischerei, Rückgang der Nebenerwerbsfischerei, Industrialisierung der Ernährung und Aufgabe kleiner Seenfischereien. Die Hütte ist ein Relikt einer vormodernen Arbeitskultur, die bis in die 1950er/60er existierte. Sie markiert den Übergang von der handwerklichen zur industriellen Moderne. Gesamtdeutung: Diese Fischerhütte steht sozialgeschichtlich für Arbeit im Einklang mit Naturzyklen, Armut ohne Elend, Würde ohne Prestige, Mischökonomien ländlicher Gesellschaften, männliche Arbeitsgemeinschaften, handwerkliche Selbstständigkeit und eine verschwindende Welt der Binnenfischerei. Sie ist ein Bild einer stillen, bescheidenen, aber kulturell tief verwurzelten Lebensform, die heute kaum noch existiert.  

1932 Rückseite Fischerhutte auf der Klus am Schmalensee

1932 Rückseite Fischerhutte auf der Klus am Schmalensee

1933 Pension Saggau

1933 Pension Saggau

1935 07 27 R Meine liebe Frau Christiansen

1935 07 27 R Meine liebe Frau Christiansen

1935 Gasthof_Voss

1935 Gasthof_Voss

1935 Am Schmalensee

1935 Am Schmalensee

1935 07 11

1935 07 11

1935 07 11 11. Juli 1935 …Schmalensee ist ein kleines Dorf, aber für die Erholung wie geschaffen…

1935 07 11 11. Juli 1935 …Schmalensee ist ein kleines Dorf, aber für die Erholung wie geschaffen…

1938 Partie am Schmalensee

1938 Partie am Schmalensee

1938 Schmalensee vom Vierer Weg aus gesehen

1938 Schmalensee vom Vierer Weg aus gesehen

1938 Schmalensee Text: Aus dem Luftkurort Schmalensee senden wir  … herzliche Grüße. Ihr seid...

1938 Schmalensee Text: Aus dem Luftkurort Schmalensee senden wir  … herzliche Grüße. Ihr seid...

1938 Partie am Schmalensee Rückseite An die Allianz-Versicherung Berlin W 9, Bellevuestraße 14

1938 Partie am Schmalensee Rückseite An die Allianz-Versicherung Berlin W 9, Bellevuestraße 14

1938 Schmalensee Belauer Weg

1938 Schmalensee Belauer Weg

1942 Belau

1942 Belau

Von meiner Erholungsreise sende ich Ihnen herzl. Grüße. Ich habe es hier sehr gut getroffen und das Wetter ist ausgezeichnet. ...

Von meiner Erholungsreise sende ich Ihnen herzl. Grüße. Ich habe es hier sehr gut getroffen und das Wetter ist ausgezeichnet. ...

1942 Gruss aus der dunklen Zeit in Schmalensee

1942 Gruss aus der dunklen Zeit in Schmalensee

1945

1945

1950 04 Belauer Strasse Grundstück Christian und Christine Stegelmann

1950 04 Belauer Strasse Grundstück Christian und Christine Stegelmann

1950 Schmalensee Text ... Es ist hier wunderschön...

1950 Schmalensee Text ... Es ist hier wunderschön...

1950 Schmalensee Dreibild

1950 Schmalensee Dreibild

1950 Grundstücke Stegelmann und Wehling

1950 Grundstücke Stegelmann und Wehling

1953 Belauer Schloss am See

1953 Belauer Schloss am See

1958 Mutterheim Schmalensee

1958 Mutterheim Schmalensee

1959 Chaussee von Bornhoved nach Schmalensee

1959 Chaussee von Bornhoved nach Schmalensee

1960 Badestelle Schmalensee

1960 Badestelle Schmalensee

1960 Grundstuck Kröger

1960 Grundstuck Kröger

1960

1960

1960

1960

1960 Schmalensee

1960 Schmalensee

1961 Schmalensee Muettergenesungsheim Blick ueber den See

1961 Schmalensee Muettergenesungsheim Blick ueber den See

1961 Mütterheim

1961 Mütterheim

1961_Rueckseite-AK-Schmalensee-Muettergenesungsheim-Blick-ueber-den-See

1961_Rueckseite-AK-Schmalensee-Muettergenesungsheim-Blick-ueber-den-See

1962 Mütterheim

1962 Mütterheim

1962

1962

1963 Pension Voß

1963 Pension Voß

1963 Rückseite Pension Voß

1963 Rückseite Pension Voß

1965 Gasthof Voss

1965 Gasthof Voss

1966 Belau Schmalensee

1966 Belau Schmalensee

1966 Belau Schmalensee Rückseite

1966 Belau Schmalensee Rückseite

Postkarte 1967

Postkarte 1967

1969 Mütterheim

1969 Mütterheim

1971 Mütterheim

1971 Mütterheim

1971 Mütterheim Rückseite

1971 Mütterheim Rückseite

1971 Mütterheim Schmalensee

1971 Mütterheim Schmalensee

1973 Mehrbild Grundstücke Bucksch Kreikenbohm und Bucksch

1973 Mehrbild Grundstücke Bucksch Kreikenbohm und Bucksch

1972 Mütterheim

1972 Mütterheim

1973 Mütterheim

1973 Mütterheim

Liebe in Schmalensee

Liebe in Schmalensee

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